Ein erster Befund
Frau B. kommt mit Ein- und Durchschlafproblemen in meine Hamburger Praxis. Sie wacht jede Nacht gegen 4.00 Uhr auf und ist hellwach. Sie hat schon viele Lösungsmöglichkeiten wie Atemtechniken, Meditative Einschlafhilfen, Baldriantropfen und Autogenes Training ausprobiert. Alles hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Sie merkt, wie ihre Konzentrationsfähigkeit unter dem Schlafmangel leidet und sie sich energielos und müde fühlt.
Wir starten – der Myostatiktest
In der ersten Sitzung sprechen wir über ihre Ziele für das Wingwave Coaching und was sie bisher für Lösungsstrategien ausprobiert hat. Dann erkläre ich ihr Wingwave. Der erste Schritt ist der Myostatiktest, ein Muskeltest, der einem Allergietest ähnelt. Beim Allergietest werden flüssige Lösungen mit Birkenpollen, Hausstaub oder Tierhaaren auf die Haut aufgetragen und eine kurze Zeit abgewartet, ob es eine Hautreaktion in Form von Pusteln oder Rötungen gibt.
Beim Muskeltest wird getestet, ob der Körper von einem bestimmten Thema oder Gefühl gestresst ist und es eine Körperreaktion in Form von wenig Muskelkraft gibt. Bei Frau B. teste ich den Schlafmangel als Thema. Er zeigt, dass der Körper gestresst ist. Wir schauen, ob es einen körperlichen Auslöser gibt oder ein psychischer Grund vorliegt.
Es begann viel früher
Durch den Muskeltest wird schnell klar, es geht um ein psychisches Ereignis und um ein Erlebnis aus der Kindheit.
Frau B. hatte diverse Ängste vor dem Schlafengehen, die die Eltern nicht ernst genommen haben. Sie war damit auf sich selbst gestellt. Jeden Abend lag sie im Dunkeln im Bett und hatte Angstzustände, Panikattacken mit Herzklopfen und Schweißausbrüchen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie diese Situation vergessen. Wir bearbeiteten ihre Angst und Ohnmacht mit EMDR. Dabei wird die REM Phase im Schlaf, bei der alles im Großhirn abgelegt wird, was am Tag erlebt wird, im Wachzustand nachgeahmt. In der REM Phase bewegen sich die Augen sehr schnell hin und her. Man stimmuliert die Augen durch Winken, schnell hin- und herzuschauen. Die Gefühle von damals können durch die bilaterale Stimulation des Gehirns in der Großhirnrinde eingeordnet werden. Die Situation wird nachträglich integriert.
Nachdem wir drei bis vier wingwave-Sitzungen an dem Thema Schlaf gearbeitet haben, kann Frau B. viel besser ein- und durchschlafen.